Kinderwunsch nach Vasektomie – was kann Mann tun?

Lebensumstände können sich ändern, weshalb neuerlicher Kinderwunsch mit derselben oder einer neuen Partnerin immer wieder auftritt. Kann „Mann“ da noch etwas machen oder gibt es dann keine Chancen mehr, ein genetisch eigenes Kind zu zeugen ? Die Durchtrennung der Samenleiter bedingt zwar das Fehlen von Samenzellen im Samenerguss (Ejakulat), der Hoden produziert aber in der Regel auch nach der Vasektomie reife Samenzellen (Spermien). Diese können nun auf verschiedene Wege gewonnen werden.

Erstens kann in Abhängigkeit der Anamnese, des Hormonstatus, dem Befund der körperlichen Untersuchung, der Dauer der Vasektomie als insbesondere auch dem Alter der aktuellen Partnerin eine mikrochirurgische Rekonstruktion der Samenleiter erfolgen. Hierbei werden unter dem Operationsmikroskop die beiden Samenleiterenden wiederum zusammengenäht. Entgegen der Samenleiterdurchtrennung kann dieser Eingriff nicht in lokaler Betäubung erfolgen, jedoch führe ich die meisten Eingriffe tagesklinisch durch. Dies bedeutet, dass Sie am Operationstag im Krankenhaus aufgenommen, operiert und bei Wohlbefinden am selben Tag wiederum nach Hause entlassen werden.

Zweitens kann über einen kleinen Schnitt in der Mitte des Hodensackes aus beiden Hoden Gewebeproben für eine künstliche Befruchtung gewonnen werden. Diese sogenannte TESE (Testikuläre Spermien-Extraktion) Operation erfolgt ebenso in Narkose und wird in der Regel tagesklinisch durchgeführt.

Sie haben wieder einen Kinderwunsch nach einer Vasektomie? Nützen Sie meine mittlerweile über 20-jährige Erfahrung mit der operativen Samenzellgewinnung und mikrochirurgischen Samenleiterrekonstruktion und lassen Sie sich beraten. Gemeinsam soll jene Lösung gefunden werden, die Ihren Ansprüchen unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Daten gerecht ist.

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